Procynosuchus, wörtlich das „Vorhunde-Krokodil“, ist einer der ursprünglichsten uns bekannten Cynodontier. Das heißt, er steht am Ursprung einer Linie, innerhalb derer die großen Veränderungen in Richtung der Säugetiere stattfanden. Was die Skelette angeht, aus denen sich sehr unmittelbare Schlüsse ziehen lassen, besteht daher wenig Zweifel an der Beschaffenheit dieses kleinen, dackelgroßen Tieres (der deutsche Name „Korbacher Dackel“ spielt auf Größe und Gesamtgestalt an). Es gibt zudem Grund zu der Annahme, dass dieses Tier mitten im Übergang von unbehaarten zu fellstragenden Säugetiervorfahren steht, auch wenn das bereits mehr Deutung erfordert. Das Modell verfolgt mit seiner noch nackten Haut einen eher pragmatischen Ansatz.

Therapsiden des Oberperms finden sich vor allem in Afrika und Osteuropa. In Deutschland gibt es eine Fundstelle mit Spaltenfüllungen, die diese Fauna dokumentieren. Sie steht für eine Lebensgemeinschaft, die nicht lange vor dem größten Massenaussterben der Erdgeschichte bestand. Bemerkenswerterweise waren es gerade diese weiter entwickelten Therapsiden, darunter mehrere Familien der Cynodontier, die diese katastrophale Phase überstanden. Die Gründe stehen nicht auf der Unterseite der Fossilien, doch wir dürfen annehmen, dass ihre nur mittlere Körpergröße, ihre erweiterten physiologischen Fähigkeiten und wahrscheinlich auch eine grabende Lebensweise zum Überleben dieser Tiere beitrugen. Hätten sie nicht überlebt, wären die Säugetiere nie entstanden.

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