In den Zeiten einfacher Schubladensystematik ließen sich viele Fossilien unter den sogenannten Nautiliden ablegen. Tatsächlich zeigen die verhältnismäßig einfachen Schalen und Phragmokone nur, dass sie vor der Entwicklungsstufe der Ammoniten und Tintenfische entstanden. Dass allein die Nautiliden bis heute überdauert haben, verdeckt die große stammesgeschichtliche Vielfalt der urtümlichen Kopffüßer, der Palcephalopoda. Während Fachleute die ausbalancierte Stellung gestreckter Formen des Ordoviziums erörtern, dürfen Paläokünstler etwas freier versuchen. Ein Endoceras des Ordoviziums als Bodenkriecher ist eher herausfordernd. Der Auftrieb gekammerter Schalen ist eine gültige Grundannahme, auch wenn es zur waagerechten Lage und zur Färbung von Orthoceras abweichende Deutungen geben mag. Auch die Stellung des Deckels im aktiven Zustand wurde nur vorsichtig aufgenommen. Bei den eingerollten Formen liegt ein enger Vergleich mit heutigen Vertretern wie Nautilus nahe, zumal sich die mitteljurassische Gattung Cenoceras kaum davon unterscheidet. Der eher kantige Querschnitt von Germanonautilus aus der Trias lässt sich durch Knotenreihen ergänzen.


