Mitunter werden fossile Knochen aufgeschnitten, um Dünnschliffe anzufertigen. Selbst nach Jahrmillionen sind die Gewebemuster im Stein erhalten und lassen Rückschlüsse auf Wachstum und Stoffwechselfunktionen zu. Da dieses herkömmliche Verfahren mit einer Beschädigung des Knochens einhergeht, wird das Originalobjekt möglichst zuvor abgeformt, damit sich die äußere Gestalt weiterhin beschreiben oder vermessen lässt. Das Beispiel zeigt die Hautknochen (Osteoderme) pflanzenfressender Archosaurier aus der Trias, die wie ihre nahen Verwandten unter den Krokodilen Knochenplatten in ihrem Hautpanzer trugen. Die empfindlichen Fossilreste wurden jeweils in einer doppelten Silikonform abgeformt und flüssig ausgegossen.



