Aus der Grube in Freital bei Dresden wurde im 19. Jahrhundert eine ganze Sammlung von Kalksteinbrocken geborgen. Neben zahlreichen Amphibien aus dem Perm enthalten sie die weltweit einzige Serie von Pelycosaurier-Jungtieren. Der Nachteil für die Präparation: Das Muttergestein ist sehr hart, der Knochen dagegen weich und spröde. Entweder bröckelte er unmittelbar nach dem Fund aus den gespaltenen Platten heraus, oder die Knochensubstanz wurde bewusst entfernt. Das geschah vor langer Zeit und lässt sich nicht rückgängig machen.
Geblieben sind die unglaublich detaillierten Abdrücke im Gestein, die feinste Gefäßöffnungen oder nadelartige Gaumenzähnchen erkennen lassen. Da die Skelette häufig ungeordnet vorliegen, dienten Abformungen aus ultrafeinem Silikon als Grundlage der zeichnerischen Auswertung. In einem Fall ist der aufgeklappte Unterkiefer zu sehen, und auf einem der größten Abzüge sogar eine Gesichtshälfte mit zueinander passendem Ober- und Unterkiefer.
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