Falls jemand fragen sollte, wie Chirotherium zu seinem Namen kam: Die griechische Wortverbindung für das Handtier wurde 1834 für seltsame fossile Fährten geprägt, die menschlichen Händen ähneln. Es ist eine der am häufigsten erzählten Geschichten der Paläontologiegeschichte: die lange Suche nach einem überzeugenden Fährtenerzeuger, nachdem ein großes Säugetier oder eine Amphibie nicht mehr in Frage kamen. Tatsächlich stammt Chirotherium von größeren Pseudosuchiern der Trias, damals einer sehr vielfältigen Gruppe archosaurischer Reptilien.

Damit steht er in der Stammgruppe aller modernen Krokodile, einer Verwandtschaftsgruppe, in der die äußerste Zehe des Fußes stark zurückgebildet ist. Auf dem evolutionären Weg dorthin spreizten die Chirotherien diese fünfte Zehe seitlich und leicht nach hinten, um den schmalen aufrechten Gang zu stabilisieren. Was uns also an einen menschlichen Daumen erinnert, entspricht in Wahrheit derselben Position wie unser kleiner Zeh.