Im Unterperm war Mitteleuropa zeitweise von großen Seen bedeckt. Die höheren Stellungen in der Nahrungskette bis hin zum Spitzenprädator wurden im offenen Wasser von Stammgruppenhaien besetzt. Die teils welsartige Gestalt dieser Xenacanthiden deutet darauf hin, dass sie eher durch Kraft als durch Geschwindigkeit beeindruckten. Dennoch konnten sie schnell zuschlagen. Der Stachel am Hinterkopf hat eine Abwehrfunktion, denn auch ein Bohemiacanthus muss sich mühen, seine Länge von etwa einem Meter zu erreichen, und ist bis dahin von anderen Xenacanthiden bedroht. Je größer er wurde, desto mehr „palaeoniscoide“ Fische (Paramblypterus) oder branchiosauride Amphibien (Apateon) konnte er erbeuten. Kleine Krebse (Ostrakoden), Muscheln (cf. Anthraconaia) und Schaben (Anthracoblattina) sind aus der Grabung Manebach im Thüringer Wald belegt, ebenso der vulkanische Einfluss oder die stromatolithischen Kalkkrusten auf Totholz im Wasser.

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